Männerabend

Der hervorragende Tweet ist leider nicht von mir sondern von Peter Wittkamp von der heute show, bringt aber so vieles auf den Punkt, was oft in den Beziehungen unter Männern schiefläuft.

In Beziehung sein ist ein Thema, das Jungens und Männern leider bis heute selten nahegebracht wird.

In der Struktur des Patriarchats geht es darum, Macht über andere auszuüben.  Das Gegenstück dazu ist, Kräfte zu vereinen und Macht gemeinsam mit anderen zu erleben. („Power with, not power over“).

Um sich in Beziehungen gemeinsam als machtvoll zu erleben, muss ich von mir persönlich sprechen und explizit sein.  Allgemeinplätze und ein hoher Coolness-Faktor helfen hier nicht. Letztendlich geht es darum herauszufinden was moderne Männlichkeit bedeutet. Aus dem Patriarchat auszubrechen ist auch für Männer so ähnlich wie aus einer Zwangsjacke auszubrechen.

Es ist wichtig, dass wir Männer uns diesem Projekt und dieser Herausforderung eher früher als später stellen. Auf eine große Krise als Anlass zur Selbstreflektion und Selbstveränderung zu warten, kann verheerende Folgen für alle mit uns verbundenen Menschen haben. Das Leben als Einzelkämpfer oder „einsamer Wolf“ ist ein Lebensentwurf mit körperlichen und seelischen Folgen. Dabei wird die Partnerin oft in den Mangelausgleich gezwungen und dafür gleichzeitig abgewertet.

Diese Art, Männlichkeit zu verstehen und zu leben, macht uns alle krank.

Deswegen hat mich dieser Tweet so berührt. Er ist ein Anlass, darüber nachzudenken, was unter Männern möglich ist, wenn wir aus alten Strukturen und Gewohnheiten ausbrechen.

Lasst uns keine weitere Zeit verlieren.

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